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/ 18.06.2013
Fritz Kuhn

Nachrichten für Optimisten. Ein Buch vom Verändern und Bewahren

München: Deutsche Verlags-Anstalt 2003; 272 S.; geb., 19,90 €; ISBN 3-421-05351-0
Mit der Berliner „Ruck-Rede" des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog (1997) hat die Reformdebatte in Deutschland einen wichtigen Referenzpunkt erhalten. Darauf bezieht sich auch der frühere Bundesvorsitzende der Grünen. Nach Oswald Metzgers „Einspruch" greift mit Fritz Kuhn nun bereits der zweite führende Politiker der Partei zur Feder, um nicht nur über die Hindernisse, sondern auch über die notwendigen Voraussetzungen für einen grundlegenden Wandel in Deutschland nachzudenken. Auf der Grundlage eines „skeptischen Optimismus" versucht er dabei, die Leser auf seine Analyse einzustimmen. Der ehemalige Parteichef von Bündnis 90/Die Grünen widmet sich ausführlich folgenden acht zentralen Handlungsfeldern der Politik: Erosion des Sozialen, Demografie, Wirtschaft und Arbeit, Sozialstaat, Staatsfinanzen, Ökologie, Staat und Demokratie sowie Bildung. Auffallend ist dabei, dass Kuhn keineswegs nur gegen die Beharrungskräfte in Politik und Gesellschaft beziehungsweise beim politischen Gegner polemisieren will. Vielmehr geht es ihm darum, gesellschaftspolitische Schieflagen in den einzelnen Politikfeldern aufzuzeigen und konsensfähige Lösungsmöglichkeiten zu skizzieren.
Stefan Gänzle (GÄ)
Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.342.3312.35 Empfohlene Zitierweise: Stefan Gänzle, Rezension zu: Fritz Kuhn: Nachrichten für Optimisten. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19854-nachrichten-fuer-optimisten_23109, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23109 Rezension drucken
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