/ 21.06.2013
Romain Lachat
A Heterogenous Electorate. Political sophistication, predisposition strength, and the voting decision process
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2007 (Studien zur Wahl- und Einstellungsforschung 7); 234 S.; brosch., 29,- €; ISBN 978-3-8329-3015-8Diss. Zürich; Gutachter: H. Kriesi, F. Marcinkowski. – Die Zahl der parteipolitisch ungebundeneren, volatilen Wähler nimmt in den meisten westlichen Demokratien zu. Der Autor greift das Phänomen dieses „electoral dealignments“ am Beispiel der Entwicklung in Deutschland und der Schweiz auf und erweitert das auf Parteibindung basierende Wahlentscheidungsmodell um kognitionspsychologische Aspekte, um seine Erklärungskraft zu erhöhen. Zentral ist in diesem Zusammenhang das Konzept „political sophistication“, das Lachat über das politische Wissen von Befragten über das politische System und den politischen Prozess operationalisiert. In empirischen Tests stellt der Autor fest, dass dieses politische Wissen in vielfältiger Weise mit der Stärke der Parteibindung interagiert, wenn es darum geht, ein volatiles Wahlverhalten zu erklären. Ein genereller Befund ist dabei, dass insbesondere bei Wählern mit einem mittleren politischen Wissen die Parteibindung einen entscheidenden Einfluss auf die Volatilität hat. Bei Wählern mit einem sehr hohen oder sehr niedrigen Wissen ist ein volatiles Wahlverhalten hingegen von dieser Bindung weitgehend unabhängig. Die Ergebnisse werden dabei für die beiden Untersuchungsländer, verschiedene Wahlen und drei Symptome des „electoral dealignments“ differenziert.
Dr. des. Tim Spier (TS)
M. A., Dipl. Jur., Akad. Rat, Lehrstuhl Politik II, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Rubrizierung: 2.22 | 2.332 | 2.5
Empfohlene Zitierweise: Dr. des. Tim Spier, Rezension zu: Romain Lachat: A Heterogenous Electorate. Baden-Baden: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28497-a-heterogenous-electorate_33581, veröffentlicht am 07.04.2008.
Buch-Nr.: 33581
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M. A., Dipl. Jur., Akad. Rat, Lehrstuhl Politik II, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
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