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/ 17.06.2013
Herbert Giersch

Abschied von der Nationalökonomie. Wirtschaften im weltweiten Wettbewerb

Frankfurt a. M.: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Verlagsbereich Buch 2001; 324 S.; hardc., 36,- €; ISBN 3-89843-062-6
Die einzelnen Kapitel datieren aus den Jahren 1986 bis 1998 und sind allesamt bereits an anderer Stelle erschienen. Giersch befasst sich darin mit Grundfragen des weltweiten Wirtschaftens und erläutert, warum die Globalisierung so bestimmend für die Weltwirtschaft geworden ist, dass er selbst nicht mehr von Nationalökonomie oder gar Volkswirtschaftlehre sprechen will. Er malt ein ausgesprochen positives Bild der Möglichkeiten der Marktwirtschaft und sieht auch den Prozess der Globalisierung als Chance an. Die Rolle des Staates beurteilt er hingegen erwartungsgemäß negativ. Er fordert, den staatlichen Zwang auf dem Gebiet der Wirtschaft abzubauen und selbst wenn es um die Bereitstellung öffentlicher Güter geht, auf den freiwilligen Gemeinsinn der Bürger zu setzen. Marktwirtschaft ist die magische Medizin, die in seinem Weltbild alles löst. Man muss nur sicherstellen, dass eine Verfassung eingeführt wird, "die dem Machtstreben des Staates Grenzen setzt" (267). Inhaltsübersicht: I. Globalisierung; II. Eurogeld und Eurosklerose; III. Im Wettlauf zur Marktwirtschaft; IV. Wirtschaftsmoral.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.432.2 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Herbert Giersch: Abschied von der Nationalökonomie. Frankfurt a. M.: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15683-abschied-von-der-nationaloekonomie_17885, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17885 Rezension drucken
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