/ 21.06.2013
Alexander-Kenneth Nagel
Charitable Choice – Religiöse Institutionalisierung im öffentlichen Raum. Religion und Sozialpolitik in den USA
Hamburg: Lit 2006 (Religionen in der pluralen Welt 4); 197 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 978-3-8258-8955-5Religionswiss. Diplomarbeit Bremen; Gutachter: H. Kippenberg, C. Auffarth. – „Charitable Choice“ bezeichnet den Teil der Wohlfahrtsreform von 1996, der die Ausführung öffentlicher sozialer Dienstleistungen durch religiöse Organisationen (Faith Based Organizations – FBOs) erlaubt. Nagel beschreibt den ideengeschichtlichen Hintergrund von „Charitable Choice“ und analysiert den Gesetzestext sowie dessen Institutionalisierung und Implementierung. Das zentrale Thema ist die Verfassungskonformität der Übertragung staatlicher Wohlfahrtsleistungen auf FBOs. Hier spiegele sich das dem ersten Verfassungszusatz inhärente Spannungsverhältnis zwischen Einrichtungs- und Ausübungsklausel wider: Die Zivilgesellschaft müsse vor staatlich geförderter religiöser Beeinflussung geschützt werden, gleichzeitig dürften Religionsgemeinschaften nicht gegenüber anderen privaten Organisationen benachteiligt werden, so der Autor.
Charlotte Booth (CBO)
Studentin, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.64 | 2.21 | 2.22 | 2.23
Empfohlene Zitierweise: Charlotte Booth, Rezension zu: Alexander-Kenneth Nagel: Charitable Choice – Religiöse Institutionalisierung im öffentlichen Raum. Hamburg: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26617-charitable-choice--religioese-institutionalisierung-im-oeffentlichen-raum_31031, veröffentlicht am 03.12.2007.
Buch-Nr.: 31031
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Studentin, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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