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/ 20.06.2013
Daniela Dahn

Demokratischer Abbruch. Von Trümmern und Tabus

Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag 2005 (rororo sachbuch 61973); 158 S.; 7,90 €; ISBN 3-499-61973-3
Das Buch enthält eine Sammlung von zum Teil unveröffentlichten Essays und Reden, die in den Jahren 2003/2004 verfasst worden sind. Die Autorin, Publizistin und Gründungsmitglied der DDR-Bürgerbewegung „Demokratischer Aufbruch“, widmet sich dem Umgang mit Recht und Demokratie in Deutschland, den Konsequenzen der Globalisierung und den Gedanken über Mitstreiterinnen und Mitstreiter wie Günter Gaus und Christa Wolf. In den 17 Texten, die von unterschiedlicher Länge sind, präsentiert Dahn Überlegungen zu den Bedingungen in Ostdeutschland, zum Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus sowie zu einer neuen Weltordnung. Ihr Appell richtet sich an eine emanzipierte, politisch gebildete Bevölkerung, die sich gegen die Interessen von wenigen einflussreichen Besitzenden und die Gesetze des Kapitals zur Wehr setzen müssen. Nicht nur der Hinweis darauf, dass „das Defizit nicht im Konzeptionellen [liegt], sondern in der demokratischen Durchsetzung, was als vernünftig erkannt ist“ (32 f.), zeugt davon, dass Dahn eine überzeugte und letztlich optimistische Demokratin ist. Abgerundet wird das Buch durch eine Rede, die Jorge Semprun in seiner Begründung für die Verleihung des Ludwig-Börne-Preises an Dahn hielt.
Oliver Trede (OT)
Dr. phil., Historiker/Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.32.322.354.432.63 Empfohlene Zitierweise: Oliver Trede, Rezension zu: Daniela Dahn: Demokratischer Abbruch. Reinbek bei Hamburg: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23578-demokratischer-abbruch_27075, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27075 Rezension drucken
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