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/ 05.06.2013
Klaus Kellmann

Der Staat läßt morden. Politik und Terrorismus - heimliche Verbündete

Berlin: Henschel Verlag 1999; 256 S.; geb., 39,90 DM; ISBN 3-89487-324-8
Es handelt sich um eine populärwissenschaftliche Enthüllungsstory. Der Autor untersucht die Entführung von Aldo Moro, der lange Zeit italienischer Außenminister und zuletzt Ministerpräsident war. Im Frühjahr 1978 wurde er von den Roten Brigaden entführt und schließlich getötet – jedenfalls nach bisherigem, allgemeinem Kenntnisstand. Kellermann rollt den Fall neu auf, bezweifelt die alleinige Urheberschaft der Roten Brigaden und stellt das Verbrechen in Zusammenhang mit der CIA und anderen Geheimdiensten – das Motiv für eine Verwicklung westlicher Geheimdienste sieht Kellermann in der von Moro 1978 avisierten Koalition mit den Kommunisten -, rechtsterroristischen Seilschaften und (natürlich, möchte man meinen) der Mafia.
Detlef Lemke (Le)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.612.254.22 Empfohlene Zitierweise: Detlef Lemke, Rezension zu: Klaus Kellmann: Der Staat läßt morden. Berlin: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8100-der-staat-laesst-morden_10707, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10707 Rezension drucken
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