/ 18.06.2013
Alexander Wegener
Die Gestaltung kommunalen Wettbewerbs. Strategien in den USA, Großbritannien und Neuseeland
Berlin: edition sigma 2002; 238 S.; 18,90 €; ISBN 3-89404-222-2Diss. Fernuniversität Hagen. - Im Zuge der Reform des öffentlichen Sektors wird die Schaffung von Wettbewerb zwischen öffentlichen und privaten Dienstleistungsanbietern als ein interessantes Instrument zur Verbesserung der kommunalen Leistungserstellung diskutiert. Während diese Art des Wettbewerbs in Deutschland gesetzlich verboten ist, ist sie in einigen anderen Ländern möglich, wird aber nur in wenigen Kommunen genutzt. Der Autor fragt, wie und unter welchen Bedingungen Wettbewerb funktioniert bzw. wie er "gestaltet sein muss, um einerseits die Dienstleistungserfüllung zu gewährleisten und andererseits höchstmögliche Effizienz bei gleichzeitiger Optimierung im Nutzerinteresse zu erreichen" (9). Auf der Grundlage des Konzepts des funktionsfähigen Wettbewerbs untersucht Wegener die Erfahrungen bei der Einführung von Wettbewerbsansätzen in fünf Kommunen am Beispiel der Müllentsorgung (Braintree in Großbritannien, Christchurch in Neuseeland; Phoenix/Arizona, Indianapolis/Indiana und Charlotte/North Carolina in den USA). Die vergleichende Analyse umfasst u. a. die Bandbreite des Wettbewerbs, die Interaktionsbeziehungen zwischen Auftraggebern und -nehmern, die Organisation von Ausschreibungsverfahren sowie die Wirkungen von Wettbewerb auf Kosten, Qualität und Beschäftigung.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.21 | 2.61 | 2.64 | 2.66
Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Alexander Wegener: Die Gestaltung kommunalen Wettbewerbs. Berlin: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18063-die-gestaltung-kommunalen-wettbewerbs_20855, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 20855
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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