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/ 19.06.2013
Hauke Hartmann

Die Menschenrechtspolitik unter Präsident Carter. Moralische Ansprüche, strategische Interessen und der Fall El Salvador

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2004 (Nordamerikastudien 23); 366 S.; kart., 39,90 €; ISBN 3-593-37508-7
Geschichtswiss. Diss. FU Berlin; Gutachter: K. Krakau. - Jimmy Carter hat in seiner Amtszeit als amerikanischer Präsident zwischen 1977 und 1981 eine Außenpolitik der Vereinigten Staaten proklamiert, die den internationalen Schutz der Menschenrechte zum Leitziel aller strategischen Überlegungen machen sollte. Hartmann untersucht diese Neuausrichtung der amerikanischen Außenpolitik unter Verwendung von regierungsamtlichen Quellen und beleuchtet dabei das Spannungsverhältnis zwischen humanitären Anliegen und geostrategischen Interessen in der globalen Systemauseinandersetzung mit der Sowjetunion. Dabei analysiert er zum einen detailliert die inneradministrativen Überlegungen und Auseinandersetzungen hinsichtlich der Konzeption und Umsetzung menschenrechtspolitischer Zielsetzungen sowie die institutionelle Verankerung von Menschenrechtspolitik im State Department. Zum anderen zeigt er am Beispiel El Salvadors, wie sich die von der Carter-Administration entwickelten Konzepte in der außenpolitischen Wirklichkeit der mittelamerikanischen Region bewährten.
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 4.224.422.642.65 Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Hauke Hartmann: Die Menschenrechtspolitik unter Präsident Carter. Frankfurt a. M./New York: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20698-die-menschenrechtspolitik-unter-praesident-carter_24142, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24142 Rezension drucken
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