/ 04.06.2013
Josef Unterlechner
Die Mitwirkung der Länder am EU-Willensbildungs-Prozeß. Normen - Praxis - Wertung
Wien: Braumüller 1997 (Schriftenreihe des Instituts für Föderalismusforschung 71); XII, 234 S.; 65,- DM; ISBN 3-7003-1206-7Das politische System Österreichs ist neben dem belgischen und deutschen als einziges in der EU föderal organisiert. Der europäische Politikprozeß greift deshalb nicht nur in die Bundeskompetenzen, sondern auch in die Landeskompetenzen ein. Die österreichischen Länder haben einerseits die Bemühungen um den Beitritt Österreichs zur EU unterstützt. Andererseits haben sie gleichzeitig die Einbindung und Mitwirkung in Fragen europäischer Politik verlangt. Das deutsche Beispiel der Ländermitwirkung war dabei Vorbild für die Teilhabe der österreichischen Länder. Die Untersuchung stellt die rechtlichen Grundlagen, die Verfahrensweisen und Organe der Stellungnahme der Länder, der Zusammenarbeit mit Organen der EU sowie die Umsetzung von Gemeinschaftsrecht ausführlich dar. Sie bietet damit für den EU-Mitgliedstaat Österreich einen umfassenden Überblick über föderales Mitregieren im europäischen Integrationsprozeß. Im Anhang finden sich die wichtigsten Rechtsdokumente zum behandelten Themenbereich als hilfreiche Ergänzung für ein weiterführendes Studium.
Patricia Bauer (PB)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.4 | 3.7 | 3.4
Empfohlene Zitierweise: Patricia Bauer, Rezension zu: Josef Unterlechner: Die Mitwirkung der Länder am EU-Willensbildungs-Prozeß. Wien: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6169-die-mitwirkung-der-laender-am-eu-willensbildungs-prozess_8388, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8388
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Dr., Politikwissenschaftlerin.
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