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/ 20.06.2013
Abdelmajid Layadi

"Entwicklung als Freiheit" Funktionsfähige Institutionen, Demokratie und Menschenrechte als Chancen für die Entwicklungsländer

Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2004 (Demokratie und Demokratisierungsprozesse 2); 169 S.; 68,- €; ISBN 3-8300-1571-2
Layadi setzt sich mit den Bedingungen für Entwicklung in den so genannten Entwicklungsländern auseinander und spricht sich vehement gegen dependenztheoretische Ansätze aus. Gestützt auf die Konzepte des Nobelpreisträgers Sen erklärt er die Beseitigung von Unfreiheiten zur Grundbedingung von Entwicklung. Anschließend arbeitet er die Bedeutung funktionsfähiger Institutionen heraus und plädiert nachdrücklich für Demokratisierung, Partizipation und die Beachtung der Menschenrechte als zentrale Voraussetzungen für Entwicklung. Islamistische Bestrebungen beurteilt der Autor dagegen hinsichtlich ihres Entwicklungspotenzials eher kritisch, insbesondere wenn die Forderung nach Demokratie als westlich oder unislamisch abgelehnt werde. Vielmehr, so der Autor, seien in einer globalisierten Welt allgemein gültige Spielregeln, die von allen eingehalten werden, eine Notwendigkeit. Die Arbeit bezieht sich nicht auf ein einzelnes Land im Besonderen, sondern ist eher eine allgemein gehaltene Darstellung, mit einem leichten Akzent auf den moslemischen Staaten.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.22.224.44 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Abdelmajid Layadi: "Entwicklung als Freiheit" Hamburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22998-entwicklung-als-freiheit_26278, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 26278 Rezension drucken
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