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/ 20.06.2013
Wolfgang Rudzio

Informelles Regieren. Zum Koalitionsmanagement in deutschen und österreichischen Regierungen

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005; 270 S.; brosch., 32,90 €; ISBN 3-531-14784-6
Seit die Frage nach dem Regieren wieder in den Blickpunkt des politikwissenschaftlichen Forschens geriet, entwickelte sich auch die Koalitionsforschung: Wer koaliert aus welchen Gründen mit wem, wovon hängt die Dauer einer Koalition ab, wie verteilen sich die Ämter auf welche Koalitionspartner, wer konzentriert sich inhaltlich auf welche Politikergebnisse? Rudzio richtet sein Hauptaugenmerk auf die Entscheidungspraxis beziehungsweise auf das Koalitionsmanagement. Seine Ergebnisse lassen sich in drei Thesen zusammenfassen: Faktisch werden die wichtigsten Entscheidungen in fast ständig existierenden informellen Gremien getroffen; ihre Entscheidungsfunktion schwankt im Zeitverlauf; die verfassungspolitische Kritik an ihrer De-facto-Entscheidungsfunktion überzeugt nicht. Im Zentrum steht der bisher unveröffentlichte Forschungsbericht für die DFG aus dem Jahre 1993: „Entscheidungszentrierung Koalitionsgespräch. Zum Bonner Koalitionsmanagement der achtziger Jahre“. Die Beiträge sind zwischen 1970 und 2003 entstanden.
Heinz-Werner Höffken (HÖ)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.212.42.322 Empfohlene Zitierweise: Heinz-Werner Höffken, Rezension zu: Wolfgang Rudzio: Informelles Regieren. Wiesbaden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25068-informelles-regieren_29014, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29014 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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