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/ 11.06.2013
Olaf Köndgen

Jordanien

München: C. H. Beck 1999 (Beck'sche Reihe: Länder 865); 248 S.; 12,27 €; ISBN 3-406-39865-0
Der Band des Islamwissenschaftlers Köndgen profitiert von der intimen Kenntnis des modernen Jordanien, die der Autor als Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung seit 1995 in Amman sammeln konnte. Zwar werden auch allerlei kulturelle, demographische und rein historische Informationen geboten, aber das Schwergewicht liegt auf der neuen und neuesten Geschichte und auf der Schilderung der politischen Verwicklungen Jordaniens im komplexen Geflecht der nahöstlichen Mächte. Diese Komplexität kennzeichnet auch die innenpolitische Situation des Landes zwischen Islam, Modernisierung und behutsamer Demokratisierung, schwieriger demographischer Zusammensetzung und enttäuschten Hoffnungen, die sich mit dem Golfkrieg und dem Friedensschluss mit Israel verknüpft hatten. Köndgen gelingt es, diese und andere Probleme lebendig, belehrend und gut lesbar darzustellen. Der Band ersetzt sicherlich nicht die tiefergehende wissenschaftliche Literatur zu Jordanien, bietet aber eine erste Orientierung, die auch politikwissenschaftlichen Lesern zugute kommen kann.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.63 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Olaf Köndgen: Jordanien München: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10513-jordanien_12427, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12427 Rezension drucken
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