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/ 21.06.2013
Georg Dox

Kampf um den Kreml

Salzburg: ecowin 2008; 213 S.; geb., 19,95 €; ISBN 978-3-902404-53-4
Der österreichische Journalist und langjährige ORF-Korrespondent in Moskau Dox richtet sich mit diesem meinungsfreudigen Überblick über die zwei Amtszeiten des russischen Präsidenten Putins an ein breites Publikum. Rekapituliert werden wesentliche Entwicklungen wie die Entmachtung der Oligarchen, die nach Putins Ansicht zu viel Einfluss auf die Politik nahmen, sowie die an die Sowjetunion anknüpfende ideologische Positionierung des Präsidenten. Genannt werden ferner u. a. der Konflikt in Tschetschenien sowie die aus Sicht des Kremls traumatischen Erfahrungen mit der Orangen Revolution in der Ukraine – wobei Dox der russischen Außenpolitik gegenüber kleineren Partnern das Unvermögen attestiert, ein „positives Konzept für eine normale und gedeihliche Zusammenarbeit“ (133) anzubieten. Der Autor widerspricht zudem grundsätzlich dem Eindruck, Putin habe das russische System stabilisiert. Das Gegenteil sei der Fall: „Die autoritäre Versuchung führt nicht zu mehr Effizienz, sondern zur völligen Lähmung der russischen Gesellschaft“ (10).
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.622.22.242.254.22 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Georg Dox: Kampf um den Kreml Salzburg: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28860-kampf-um-den-kreml_34063, veröffentlicht am 08.07.2008. Buch-Nr.: 34063 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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