Skip to main content
/ 21.06.2013
Hans-Joachim König

Kleine Geschichte Kolumbiens

München: C. H. Beck 2008 (Beck'sche Reihe 1795); 189 S.; 12,95 €; ISBN 978-3-406-56804-6
König, emeritierter Professor für die Geschichte Lateinamerikas, schlägt einen Bogen von den indianischen Reichen der Muiscas und Chibchas bis zu den bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Armee, Milizen und Guerillas der Gegenwart. Dabei streift er die Eroberung durch die Spanier, das bourbonische Vizekönigreich im 18. Jahrhundert, das von Simón Bolívar 1819 gegründete „Großkolumbien“ und dessen Zerfall. Der Rolle der Kirche und der beiden mächtigen Parteien (Konservativen und Liberalen) widmet er sich ebenso wie dem Auslöser und Verlauf des Bürgerkriegs, der 1948 begann und in den sechziger Jahren zu den Rebellenbewegungen FARC und ELN geführt hat und damit noch heute die Sicherheit und Politik in dem Land prägt. Er erläutert insbesondere, wie es im Land zur Entwicklung der sozialen Ungleichheit und fehlender politischer Teilhabe kommen konnte und warum sich diese Situation noch immer nicht entschieden geändert hat. Diese beiden Aspekte dienen ihm gewissermaßen „als Sonde“ (8), um die Darstellung der Geschichte Kolumbiens zu ermöglichen.
Steffen Heinzelmann (STH)
Politikwissenschaftler, M. A., Press Officer, Institute for Advanced Sustainability Studies e. V. (IASS) Potsdam.
Rubrizierung: 2.652.212.222.25 Empfohlene Zitierweise: Steffen Heinzelmann, Rezension zu: Hans-Joachim König: Kleine Geschichte Kolumbiens München: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29696-kleine-geschichte-kolumbiens_35169, veröffentlicht am 17.11.2008. Buch-Nr.: 35169 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA