Skip to main content
/ 18.06.2013
Ulrich Beck

Macht und Gegenmacht im globalen Zeitalter. Neue weltpolitische Ökonomie

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2002 (Edition Zweite Moderne); 478 S.; kart., 20,- €; ISBN 3-518-41362-7
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erlebte die realistische Theorie der internationalen Politik eine Renaissance. Deshalb will Beck seiner bereits in zahlreichen Publikationen dargelegten Sicht der Globalisierung, die im Kern die Überwindung des Nationalstaats und ein neues kosmopolitisches Zeitalter verheißt, eine realistische Wendung geben: hin zu einem "kosmopolitische[n] Realismus, sprich Machiavellismus" (10). Dieser Realismus analysiert die "Weltinnenpolitik" als ein "in ihrem Ausgang gänzlich offene[s] Meta-Machtspiel", "in dem die Grenzen, Grundregeln und Grundunterscheidungen nicht nur von national und international, auch von Weltwirtschaft und Staat, transnational agierenden zivilgesellschaftlichen Bewegungen, supranationalen Organisationen, nationalen Regierungen und Gesellschaften neu ausgehandelt werden" (10). Die Grundlage der Analyse bildet eine "Neue Kritische Theorie in kosmopolitischer Absicht" (19), die die Perspektive einer "kosmopolitischen Erneuerung der Politik und des Staates" eröffnen soll (11). Diese Erneuerung soll im Wesentlichen auf der "Schaffung eines dichten Netzes transnationaler Abhängigkeiten" (15) beruhen, wodurch der Staat auch auf nationaler Ebene seine Handlungsfähigkeit gegenüber globalen Gefahren und der Eigendynamik der Weltwirtschaft sichern kann. Inhalt: I. Einleitung: Neue Kritische Theorie in kosmopolitischer Absicht; II. Kritik des nationalen Blicks; III. Regelverändernde Weltinnenpolitik: Zur Entgrenzung von Ökonomie, Politik und Gesellschaft; IV. Macht und Gegenmacht im globalen Zeitalter: Kapitalstrategien; V. Staatsstrategien zwischen Renationalisierung und Transnationalisierung; VI. Strategien zivilgesellschaftlicher Bewegungen; VII. Wer gewinnt? Zum Begriffs- und Formenwandel von Staat und Politik in der Zweiten Moderne; VIII. Kleine Grabrede an der Wiege des kosmopolitischen Zeitalters.
Hendrik Hansen (HH)
Dr., Lehrbeauftragter, Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau.
Rubrizierung: 2.24.43 Empfohlene Zitierweise: Hendrik Hansen, Rezension zu: Ulrich Beck: Macht und Gegenmacht im globalen Zeitalter. Frankfurt a. M.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17744-macht-und-gegenmacht-im-globalen-zeitalter_20454, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20454 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA