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/ 21.06.2013
Jochen Hils

Manipuliertes Volk? Mediendemokratie und die militärische Interventionspolitik der USA am Beispiel der Kosovokriege

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2007 (Internationale Beziehungen 5); 350 S.; brosch., 45,- €; ISBN 978-3-8329-2088-3
Diss. Frankfurt/M.; Gutachter: G. Krell, J. Wilzewski, L. Brock. – Am Beispiel des Kosovo-Krieges von 1999 wird die Bedeutung medialer Manipulation durch die Exekutive für die Kriegsfähigkeit der USA untersucht. Ausgehend von der Annahme, dass in der liberalen Außenpolitiktheorie eine Kommunikation zwischen Regierung und Bevölkerung mit dem Ziel der Manipulation der öffentlichen Meinung die Voraussetzung für die Kriegsfähigkeit ist, werden zunächst Grundannahmen der liberalen Außenpolitiktheorie vorgestellt. Das zweite Kapitel behandelt das Thema Mediendemokratie und politischer Entscheidungsprozess in den USA, das dritte ist der Kosovopolitik der USA gewidmet. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Vorwurf der Manipulation nicht haltbar sei, sondern das man der Vermutung einer Autonomie der Regierung, der Medien, des Demos und des Parlaments nachgehen müsse. Das Buch ist nicht nur für den theoretisch Versierten interessant, sondern liefert einen Einblick in die Genese der US-Mediendemokratie.
Jörg Jacobs (JJ)
Dr., Politikwissenschaftler, Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation, Strausberg.
Rubrizierung: 4.224.412.642.22 Empfohlene Zitierweise: Jörg Jacobs, Rezension zu: Jochen Hils: Manipuliertes Volk? Baden-Baden: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27039-manipuliertes-volk_31567, veröffentlicht am 03.12.2007. Buch-Nr.: 31567 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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