/ 20.06.2013
Charlotte Kreuter-Kirchhof
Neue Kooperationsformen im Umweltvölkerrecht. Die Kyoto Mechanismen
Berlin: Duncker & Humblot 2005 (Schriften zum Umweltrecht 139); 623 S.; 114,- €; ISBN 3-428-11492-2Rechtswiss. Diss. Bonn; Gutachter R. Dolzer, M. Herdegen. – Mit der Klimarahmenkonvention und dem inzwischen in Kraft getretenen Kyoto-Protokoll sind rechtsverbindliche Regelungsformen zum Schutz der Umwelt und zur Reduktion der Emission von Treibhausgasen entstanden. Die Autorin analysiert und systematisiert die Ziele und Grundsätze beider Verträge im Hinblick auf deren besondere Bedeutung für das Völkerrecht und stellt die einzelnen Regelungen sowie die Verpflichtungen der Vertragsparteien umfassend dar. So stelle das Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten einen Bruch mit dem klassischen völkerrechtlichen Prinzip der Gleichheit der Staaten dar, eröffne aber zugleich neue Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit. Dazu gehören die in den Kyoto-Mechanismen verankerten neuen Kooperationsinstrumente wie gemeinsame Klimaschutzprojekte von Industrie- und Entwicklungsländern und der Emissionshandel zwischen Industrieländern. „Mit dieser staatenübergreifenden Aufgabe, mit seinen modernen Handlungsformen, seinen rechtlich gerecht bemessenen Verantwortlichkeiten und seinem Entwicklungsauftrag lässt das Kyoto Protokoll Strukturen des Völkerrechts der Zukunft erkennen.“ (559)
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.45
Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Charlotte Kreuter-Kirchhof: Neue Kooperationsformen im Umweltvölkerrecht. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23928-neue-kooperationsformen-im-umweltvoelkerrecht_27509, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27509
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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