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/ 11.06.2013
Burkhard Wehner

Prämierung des Friedens. Alternativen zum "humanitären" Krieg

Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 1999; 128 S.; brosch., 24,- DM; ISBN 3-531-13421-3
Der größte Teil dieses sachlichen, nachdenklichen und in seiner Aussage sehr eindeutigen Buchs ist einer scharfen Kritik der Politik des Westens im Kosovo-Krieg gewidmet. Der Autor wirft den westlichen Staaten vor, mit ihrer Politik auf der ganzen Linie gescheitert zu sein, weil sie einer Logik folgten, die letztlich keine Alternative zum Krieg zuließ. Wehner fordert deshalb, in Zukunft von vornherein auf nichtmilitärische Mittel zu setzen. Ob seine Vorschläge jedoch allzu weit führen würden, darf bezweifelt werden. Gedanken wie Bürgergeldhilfe an die Menschen in Serbien und im Kosovo oder neue Grenzziehungen zur Verhinderung des Krieges klingen zwar sehr gut, sind aber in der Praxis, wo es um Macht und Interessendurchsetzung geht, nicht mehr und nicht weniger als Wunschträume. Inhaltsübersicht: 1. Für Krieg oder gegen Menschenrechte?; 2. Zivilisatorischer Rückfall; 3. Kosovo: die Vorgeschichte aus anderer Sicht; 4. Das Scheitern des "humanitären" Krieges; 5. Andere Wege zum Frieden; 6. Nach dem Krieg: die Kraft zur Läuterung?
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.412.624.21 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Burkhard Wehner: Prämierung des Friedens. Opladen/Wiesbaden: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10405-praemierung-des-friedens_12299, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12299 Rezension drucken
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