/ 21.06.2013
Marianne Zepp
Redefining Germany. Reeducation, Staatsbürgerschaft und Frauenpolitik im US-amerikanisch besetzten Nachkriegsdeutschland
Göttingen: V&R unipress 2007; 328 S.; geb., 49,90 €; ISBN 978-3-89971-382-4Diss. TU Berlin; Gutachter: K. Hausens, E. Wolfrum. – Zepp untersucht die politische Organisation und Interessenvertretung der deutschen Frauen bis circa 1952 und die Frauenpolitik der US-Besatzung. Sie zeigt, dass die deutschen Frauen ihren Anspruch auf politische Partizipation und Interessendurchsetzung legitimierten, indem sie zunächst dem „Nationalsozialismus als militarisierten Männerstaat“ (16) eine „zivilisierungstaugliche friedliche weibliche Politik“ (16) entgegenstellten. Zur weiteren Strategie gehörte die Orientierung an einem integrativen Staatsbürgerschaftskonzept, sodass das Geschlecht als Argument für die Teilnahme am politischen Leben an Bedeutung verlor, berichtet die Autorin. Die von der US-amerikanischen Besatzung angewandte „Reeducation“ mit dem Ziel einer demokratischen Erziehung der Deutschen ließ sich dabei leicht mit einer aktiven Rolle der Frauen vereinbaren. Zudem begünstigte die zivile Ausrichtung der Militärverwaltung eine aktive Teilnahme der Frauen an der öffentlichen Politik, lautet ein weiteres Resultat der Studie.
Jost Wübbeke (JW)
Student, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
Rubrizierung: 2.313 | 2.64 | 2.36 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Jost Wübbeke, Rezension zu: Marianne Zepp: Redefining Germany. Göttingen: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28048-redefining-germany_32972, veröffentlicht am 03.04.2008.
Buch-Nr.: 32972
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Student, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
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