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/ 05.06.2013
Helmut Forster-Latsch / Paul L. Renz

Tibet. Land - Religion - Politik

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1999 (suhrkamp taschenbuch 3043); 245 S.; 19,80 DM; ISBN 3-518-39543-2
Die militärische Besetzung Tibets durch China jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal. Noch immer ist kein Ende der Unterdrückung des tibetischen Volkes abzusehen. Die aggressive Siedlungsstrategie der Chinesen führt vielmehr zu einem fortschreitenden Zurückdrängen der alten tibetischen Kultur. Die beiden Autoren haben den Prozeß dieser Unterwerfung und Unterdrückung Chinas in einem kompakten, sehr lesbaren Überblickswerk zusammengestellt. Sie beschreiben die geographischen Ausgangsbedingungen, erläutern die Grundzüge des tibetischen Buddhismus sowohl in ideengeschichtlicher als auch in organisatorischer Hinsicht und beschäftigen sich eingehend mit den tibetisch-chinesischen Beziehungen seit Tibet seine Souveränität im Jahre 1951 verlor. Die Sympathie der Autoren für das tibetische Volk ist offensichtlich, hat sie jedoch keineswegs davon abgehalten, ein fundiertes, faktenreiches Buch zu schreiben, das sowohl Politikwissenschaftler als auch eher landeskundlich interessierte Leser mit Gewinn studieren können.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Helmut Forster-Latsch / Paul L. Renz: Tibet. Frankfurt a. M.: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8235-tibet_10858, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10858 Rezension drucken
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