/ 17.06.2013
Reinhard Rode
Weltregieren durch internationale Wirtschaftsorganisationen
Halle: rr Verlag 2001; XVIII, 219 S.; 20,- €; ISBN 3-8311-2428-0Kritik an der Globalisierung geht zumeist mit Kritik an der Regierungsleistung westlicher liberaler Institutionen wie der WTO oder des IWF einher. Aus dem Blickwinkel der Liberalen Internationalen Politischen Ökonomie untersucht der Autor die Leistung solcher Organisationen. Er stellt fest, dass das Modell einer locker vernetzten Weltwirtschaftsregierung ihre Funktionsweise am treffendsten beschreibt, während egalitäre oder hierarchische Modelle weniger Aussagekraft besitzen.
Inhaltsübersicht: 1. Der Bedarf durch Globalisierung und Regionalisierung; 2. Modelle und liberale Theorie gruppenhegemonialer Stabilität; 3. Die OECD-Welt als Integrationsraum; 4. Ein offenes Regierungsnetzwerk: die G-7-Staaten als Kern; 5. Regieren durch Handelsliberalisierung: die WTO; 6. Regieren durch Währungs- und Finanzderegulierung: der IWF; 7. Regieren durch Entwicklung: die Weltbank; 8. Regieren durch Märkte: Deregulierung und Handlungsfreiheit für transnationale Konzerne und Banken; 9. Regieren mit intermediären Agenturen: Die Bank für den internationalen Zahlungsausgleich und der Baseler Bankenausschuss; 10. Regieren mit gesellschaftlichen Akteuren: die Nicht-Regierungsorganisationen; 11. Zweitbeste Governance in einer zweitbesten Welt.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.43 | 2.2 | 5.45
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Reinhard Rode: Weltregieren durch internationale Wirtschaftsorganisationen Halle: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16670-weltregieren-durch-internationale-wirtschaftsorganisationen_19151, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19151
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M. A., Politikwissenschaftler.
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