Skip to main content
/ 04.06.2013
Daniel Stroux

Zaïres sabotierter Systemwechsel. Das Mobutu-Regime zwischen Despotie und Demokratie (1990-1995)

Hamburg: Institut für Afrika-Kunde 1997 (Arbeiten aus dem Institut für Afrika-Kunde 93); 170 S.; 2., unveränd. Aufl.; 20,- DM; ISBN 3-928049-40-2
Diplomarbeit München; Erstgutachter: S. Mair. - Eine Arbeit, die derartig schnell von der Geschichte überholt wird, bietet die Chance, die vertretenen Thesen anhand der Wirklichkeit zu überprüfen, und so falsch liegt Stroux in seiner zentralen Einschätzung nicht, auch wenn er den schnellen militärischen Sieg von Kabila - wie auch alle anderen Beobachter des Landes - nicht vorausgesehen hat. Im Zentrum steht die Frage, ob die Chance auf eine baldige Demokratisierung in Zaire besteht. Auf der Suche nach Antworten wird zunächst der Machtapparat von Mobutus Regime betrachtet und im Anschluß ein detailliertes Spektrum der politischen Akteure (sowohl der oppositionellen als auch der machthabenden) gezeichnet. Abschließend werden drei verschiedene Optionen für die politische Zukunft Zaires skizziert. Auch wenn konkret keine dieser Optionen eingetreten ist, bietet die Analyse wertvolle Aufschlüsse über die politischen Kräfteverhältnisse in Zaire, ein Umstand, der auch heute im Hinblick auf die weitere politische Entwicklung an Relevanz behält.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.672.2 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Daniel Stroux: Zaïres sabotierter Systemwechsel. Hamburg: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5973-zares-sabotierter-systemwechsel_8143, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8143 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA