/ 17.06.2013
John Follain / Rita Cristofari
Zoya. Mein Schicksal heißt Afghanistan. Aus dem Englischen von Anja Hansen-Schmidt und Karin Schuler
Bergisch Gladbach: Bastei Verlag Gustav Lübbe 2002 (Bastei Lübbe Taschenbuch 61497); 222 S.; 7,90 €; ISBN 3-404-61497-6Die populärwissenschaftliche Darstellung beschreibt das Leben der 23-jährigen Afghanin Zoya, die bereits seit 1994 Mitglied des für die Rechte der afghanischen Frauen kämpfenden RAWA ist, nachdem ihre Eltern, selbst RAWA-Mitglieder, 1992 ermordet worden waren. Einige Jahre später geht sie nach Pakistan ins Exil, arbeitet in Flüchtlingslagern und kämpft von dort aus für die Rechte der Frauen. Dabei unternimmt sie immer wieder auch Reisen nach Kabul. Derzeit hält sie als RAWA-Repräsentantin weltweit Vorträge. Interessant ist die Darstellung vor allem durch die lebensnahe Schilderung des Alltags in Afghanistan erst unter sowjetischer Besetzung, dann unter den unsinnigen Verboten der reaktionären Taliban. Zugleich wird deutlich, unter welchen schwierigen und zum Teil lebensgefährlichen Bedingungen der Widerstand der afghanischen Frauen gegen das Taliban-Regime stattfand.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.68 | 2.27 | 2.25
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: John Follain / Rita Cristofari: Zoya. Bergisch Gladbach: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16401-zoya_18832, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 18832
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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