/ 20.06.2013
Wolfgang van den Daele (Hrsg.)
Biopolitik
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005 (Leviathan: Sonderheft 23/2005); 296 S.; brosch., 32,90 €; ISBN 978-3-531-14720-8Die Möglichkeiten der Biotechnik haben verschiedene Kontroversen und moralisch-ethische Debatten ausgelöst, „in denen es im Kern um die alte Frage geht, ob wir dürfen, was wir können“ (7). Die Autorinnen und Autoren diskutieren über die Rolle der Soziologie in der Biopolitik und ihren Beitrag zur Aufklärung der dort debattierten Probleme. Dabei „wird ein herkömmliches politikwissenschaftliches Konzept von Politik zugrunde gelegt, das auf kollektive Entscheidung und Steuerung (governance) abstellt und Mechanismen wie Erziehung, Gewissen, Wertbindung, Moden, Lebensstile und die Bildung eigener Interessen und Präferenzen ausblendet“ (8). Im Mittelpunkt steht die Analyse von Annahmen über mögliche gesellschaftliche Folgen biotechnischer Umsetzungen und über die Entwicklung von Wertvorstellungen. Neben überblicksartigen oder grundsätzlichen Beiträgen – etwa über Formen der genetischen Diskriminierung oder zur Bedeutung des Naturalismus – finden sich Untersuchungen zu spezielleren Themen wie der vorgeburtlichen Geschlechtsselektion oder der genetischen Differenzierung im Versicherungswesen.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.263 | 2.343 | 5.44
Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Wolfgang van den Daele (Hrsg.): Biopolitik Wiesbaden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25052-biopolitik_28978, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28978
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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