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/ 20.06.2013
Arnd Bauerkämper

Die Sozialgeschichte der DDR

München: R. Oldenbourg Verlag 2005 (Enzyklopädie Deutscher Geschichte 76); X, 148 S.; brosch., 19,80 €; ISBN 3-486-57637-2
Dieser Band gehört zu einer auf rund hundert Bände angelegten Enzyklopädie, die der Herausgeber Lothar Gall als Arbeitsinstrument verstanden wissen möchte. Dem durchgängigen Gliederungsschema entsprechend, stellt Bauerkämper, Geschäftsführender Leiter des Berliner Kollegs für Vergleichende Geschichte Europas, im ersten Teil die wichtigen Bereiche der Sozialgeschichte dar. Dazu gehören die Herausbildung der staatssozialistischen Gesellschaft, die Sozialpolitik, der Bereich Arbeit, Betrieb und Gewerkschaften, ferner Freizeit, Alltagskultur und Konsum sowie soziale Schichten. Im zweiten Teil stehen die Grundprobleme und Tendenzen der Forschung im Mittelpunkt. Thematisiert werden u. a. die Sozialstruktur der DDR zwischen Egalitätsdoktrin und gesellschaftlicher Ungleichheit, die Privilegierung einzelner Gruppen und soziale Milieus. Daran schließt sich eine nach Themen geordnete Übersicht über Quellen und Literatur an. Insgesamt bietet Bauerkämper einen komprimierten Überblick auf sehr hohem Niveau, der sich sowohl als Einstieg in das Thema der DDR-Sozialgeschichte als auch als Nachschlagewerk der zentralen Forschungsfragen eignet.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.314 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Arnd Bauerkämper: Die Sozialgeschichte der DDR München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23799-die-sozialgeschichte-der-ddr_27354, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27354 Rezension drucken
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