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/ 20.06.2013
Albin Eser / Helmut Kreicker (Hrsg.)

Nationale Strafverfolgung völkerrechtlicher Verbrechen/National Prosecution of International Crimes. Band 1: Deutschland

Freiburg: Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht 2003 (Beiträge und Materialien aus dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht S 95.1); XII, 552 S.; 34,- €; ISBN 3-86113-888-3
Das klassische, auf der territorialen Souveränität beruhende rein nationale Strafrecht reiche nicht mehr aus, schreibt Ulrich Sieber, Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht. 1998 reagierten darauf 120 Staaten mit der Verabschiedung des „Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs“. Welche Konsequenzen aber hat das Römische Statut auf die jeweiligen nationalen Strafrechtsordnungen? Unter Siebers Amtsvorgänger Albin Eser wurde 2001 am Max-Planck-Institut ein rechtsvergleichendes Forschungsprojekt begonnen mit der Absicht, dieser Frage in Länderstudien nachzugehen. Geplant sind 35 Berichte, von denen die ersten vorliegen. Alle wurden und werden anhand eines einheitlichen Fragenkatalogs und Gliederungsschemas erstellt. Dazu gehören Kapitel über die Erfassung völkerstrafrechtlicher Verbrechen durch die nationale Strafgewalt, über die Grundsätze für die Anwendung nationaler Strafgewalt, die allgemeinen Strafbarkeitsvoraussetzungen, prozedurale Abweichungen vom Normalverfahren, die tatsächliche Verfolgungspraxis, Reformvorhaben und die rechtspolitische Diskussion sowie ein Kapitel, in dem die Autoren die Situation der Strafverfolgung der völkerrechtlichen Verbrechen auf nationaler Ebene einschätzen. Mit diesem Projekt sollen über die strafrechtliche Grundlagenforschung hinaus Impulse für Reformüberlegungen in einzelnen Staaten gegeben werden. Die Publikationsreihe beginnt mit einem Band über Deutschland, das mit der Schaffung eines eigenen Völkerstrafgesetzbuchs zu den ersten Staaten gehört habe, die ihr nationales Strafrecht an das Römische Statut angepasst haben, schreibt Eser. Dieses Gesetz sei beispielhaft für die Reform des Strafrechts auch in anderen Ländern. Aus dem Inhalt: Albin Eser / Helmut Kreicker: Einführung in das Projekt (1-12) Fragenkatalog und Gliederungsschema (13-19) Helmut Gropengießer / Helmut Kreicker: Grundlagen der Strafverfolgung völkerrechtlicher Verbrechen in Deutschland (21-452)
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.12.3 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Albin Eser / Helmut Kreicker (Hrsg.): Nationale Strafverfolgung völkerrechtlicher Verbrechen/National Prosecution of International Crimes. Freiburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24456-nationale-strafverfolgung-voelkerrechtlicher-verbrechennational-prosecution-of-international-crimes_28241, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 28241 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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