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/ 18.06.2013
Stefan Lange

Niklas Luhmanns Theorie der Politik. Eine Abklärung der Staatsgesellschaft

Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2003; 330 S.; brosch., 34,90 €; ISBN 3-531-14125-2
Diss. Göttingen; Gutachter: W. Reese-Schäfer, R. Saage. - Lange unterzieht Luhmanns Gesamtwerk einer kritischen Rekonstruktion. Er beginnt bei Luhmanns methodologischen Erörterungen und zeichnet die wechselseitige Verschränkung von dessen universalistischer Systemtheorie und zeitdiagnostisch motivierter Gesellschaftsanalyse nach. Dabei stehen die Legitimitäts- und Steuerungsgrundlagen moderner Staatsgesellschaften im Zentrum der Betrachtung. Luhmanns politische Theorie lässt sich nach Lange als kritische Diagnose des Wohlfahrtsstaates und der ihm zugrunde liegenden „Gestaltungsutopien" verstehen, weswegen der Autor von einer „Abklärung der Staatsgesellschaft" spricht. Luhmanns radikaler Steuerungsskeptizismus stelle einen zeitkritischen Theoriebeitrag dar, der gerade „im Kontext der aktuellen Governance- und Dezentrierungsdebatte" (275 ff.) seine analytische Kraft entfalte.
Karl-Heinz Breier (KHB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften und Philosophie, Universität Vechta.
Rubrizierung: 5.465.41 Empfohlene Zitierweise: Karl-Heinz Breier, Rezension zu: Stefan Lange: Niklas Luhmanns Theorie der Politik. Wiesbaden: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20350-niklas-luhmanns-theorie-der-politik_23714, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23714 Rezension drucken
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