/ 20.06.2013
Robert Chr. van Ooyen
Politik und Verfassung. Beiträge zu einer politikwissenschaftlichen Verfassungslehre
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2006; 314 S.; brosch., 34,90 €; ISBN 978-3-531-15075-8Bei dem Band handelt es sich um eine Zusammenstellung von Aufsätzen und Schriften, die der Verfasser in den letzten sechs Jahren publiziert hat, erweitert um einige Originalbeiträge. Exemplarisch möchte er damit zeigen, welche Beiträge die Politikwissenschaft zur Analyse von Recht und Verfassung leisten kann. Die Politikwissenschaft habe unter dem Einfluss von systemtheoretischen Ansätzen und Policy-Orientierung schon länger aufgehört, sich mit ihrer „Kerntradition“ (7) – empirisch abgesicherten Untersuchungen zur guten Ordnung – zu beschäftigen. „Es soll daher hier gezeigt werden, wie die politikwissenschaftliche Betrachtung von Recht und Verfassung wieder aufgenommen werden und zu welchen Fragestellungen sie über den juristischen Diskurs hinaus gelangen kann.“ (7) Eine solche fertig ausgearbeitete „Verfassungspolitologie“ (8) kann und will van Ooyen in seinem Buch nicht liefern, aber Ansätze dazu werden deutlich, wie die ideengeschichtlichen Grundlagen der Verfassung, Fragen der Menschen- und Bürgerrechte, die Institutionenordnung des Staates und der Verfassungsvergleich von einer politikwissenschaftlichen Betrachtungsweise profitieren können. Dabei rücken gerade die Gründungsväter der deutschen Politikwissenschaft wieder verstärkt ins Blickfeld.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.41 | 5.33 | 2.32 | 4.1 | 4.3
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Robert Chr. van Ooyen: Politik und Verfassung. Wiesbaden: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21833-politik-und-verfassung_30971, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30971
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Dr., Politikwissenschaftler.
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