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/ 03.06.2013
Stefan Wallisch

Aufstieg und Fall der Telekratie. Silvio Berlusconi, Romano Prodi und die Politik im Fernsehzeitalter

Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag 1997; 226 S.; brosch., 58,- DM; ISBN 3-205-98568-0
Der Wahlsieg Berlusconis und seine kurze Regierungszeit haben den Begriff der "Telekratie" in das Zentrum der politischen Diskussion gerückt. Wallisch beschäftigt sich zunächst theoretisch mit den Bedingungen der "Politik im Fernsehzeitalter", die er nicht nur in Italien für gegeben ansieht. Der Autor beschreibt die politische Entwicklung und die medienpolitische Situation in Italien, die den Wahlsieg Berlusconis erst möglich gemacht haben. Der Werdegang Berlusconis, sein politischer Aufstieg und Fall sind ebenso Gegenstand der Untersuchung wie der Wahlkampf und das Wahlergebnis 1996. Wallisch prognostiziert einen Wandel der Politik, der dazu führen werde, daß das Parlament "in seinen elementaren Funktionen" durch das Fernsehen ersetzt werde. Dies bedeute jedoch nicht das Ende der Demokratie: "Es wird eine mediatisierte Demokratie sein, die Macht des Volkes wird aber nach wie vor in den Händen des Volkes und nicht bei den Medien liegen." (205) Inhaltsübersicht: I. Politik im Fernsehzeitalter; II. Von der Ersten zur Zweiten Republik; III. Medien und Macht in Italien; IV. Berlusconi und Forza Italia; V. Italien 1996 - Rückkehr zur Normalität; VI. Was bleibt von der Telekratie; VII. Die Telekratie ist tot, es lebe die Telekratie.
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.612.242.22 Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Stefan Wallisch: Aufstieg und Fall der Telekratie. Wien/Köln/Weimar: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2197-aufstieg-und-fall-der-telekratie_2676, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 2676 Rezension drucken
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