/ 03.06.2013
Regina Dackweiler
Ausgegrenzt und Eingemeindet. Die neue Frauenbewegung im Blick der Sozialwissenschaften
Münster: Westfälisches Dampfboot 1995; 267 S.; kart., 44,- DM; ISBN 3-929586-55-XDiss. Frankfurt a. M. - Ausgehend von der feministischen Interpretation des "Grenzgängerstatus" (Christel Eckert) von Frauen zwischen Erwerbs- und Reproduktionssphäre als Ausgangspunkt der Neuen Frauenbewegung zeigt Dackweiler die Unzulänglichkeiten des sozialwissenschaftlichen Konzepts der "Neuen sozialen Bewegungen" sowie der im Rahmen der Bewegungsforschung einflußreichen Entwürfe kritischer Gesellschaftstheorie (Habermas, Beck, Hirsch / Roth) für die Analyse der Neuen Frauenbewegung auf. Um die Schwächen dieser Konzepte zu überwinden versucht sie, die von Beer, Becker-Schmidt und Knapp ausgearbeitete kritische, feministisch-materialistische Gesellschaftstheorie, die "die widersprüchliche und doppelte Vergesellschaftung der Arbeit von Frauen in Produktion und Reproduktion sowie die hierin eingelassenen Konfliktkonstellationen adressiert" (11), für die Analyse der Neuen Frauenbewegung zu operationalisieren. Sie wird im Rahmen der empirischen Untersuchung der Frankfurter Neuen Frauenbewegung in den Jahren 1968-1989 auf ihre Tragfähigkeit hin überprüft.
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.36 | 2.331
Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Regina Dackweiler: Ausgegrenzt und Eingemeindet. Münster: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1054-ausgegrenzt-und-eingemeindet_1005, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 1005
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Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
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