/ 11.06.2013
Sieglinde Klettenhammer / Elfriede Pöder (Hrsg.)
Das Geschlecht, das sich (un)eins ist? Frauenforschung und Geschlechtergeschichte in den Kulturwissenschaften
Innsbruck/Wien/München: Studien Verlag 1999; 359 S.; 54,80 DM; ISBN 3-7065-1349-8Der Band ist aus einer Ringvorlesung im Winter 1998/99 in Innsbruck hervorgegangen. Buch und Vorlesung verstehen "sich sowohl als Beiträge zur Ent-Disziplinierung und zur Sondierung künftiger Zusammenarbeitsmöglichkeiten als auch als Standortbestimmung theoretischer und methodischer Positionen, die gegenwärtig von in Innsbruck Forschenden und Lehrenden eingenommen werden" (8). Die Autorinnen (und die beiden Autoren) sind denn auch durchweg der Universität Innsbruck verbunden.
Inhalt: ÜberBlicke: Kornelia Hauser: Gender: Die Verwandlung eines sozialen Vergesellschaftungs-Phänomens in ein Zeichensystem (15-26); Erna Appelt: Geschlecht als Machtkonfiguration (27-42); Margret Friedrich: Konstruktionen - Rekonstruktionen - Dekonstruktionen. Frauenforschung, feministische Wissenschaft, gender studies in der Geschichtswissenschaft (43-60). Bilder - und immer wieder anders? Otta Wenskus: Amazonen zwischen Mythos und Ethnographie (63-72); Sabine Comploi / Brigitte Truschnegg / Lisa Noggler: Geschlechterrollen in der antiken Ethnographie (73-87); Michaela Ralser: Die Seele ist (k)ein weites Land. Zaunreiterin in den Gärten der Vernunft (88-108); Maria Wolf: Mutterschaft und Moderne. Die Vergesellschaftung der Bindekräfte des Lebendigen (109-130); Monika Fink: "Mulier taceat in musica?" Das Frauenbild in Musiktheorie und Kompositionsgeschichte (131-141); Ursula A. Schneider: Christliche Dichterin oder Hexe? Christine Lavant in der Rezeption (142-159). Andere Blicke - Andere Zugänge: Andrea B. Braidt: Geschlechterkonstruktion im Film: Kritische Anmerkungen zum angloamerikanischen Blickparadigma (163-173); Helga Peskoller: Die Kunst der Berührung. Randnotizen zu einem Paradigma des Performativen (174-187); Sybille-Karin Moser: Die Kunst, die Geschichte der Kunst zu schreiben. Männersache, Frauensache oder eine Frage der Kultur? (188-212); Wolfgang Meixner: Die Macht der Differenz. Geschlechterspezifische Zugänge in der Geschichtswissenschaft (213-227); Manfred Kienpointner: Feministische Linguistik. Trends, Resultate, praktische Anwendungen (228-245); Sylvia Wallinger-Ge: Spiel im Morgengrauen: Homo ludens zwischen Eros und Tod (246-254). Das Subjekt - das nicht eins ist? Ursula Mathis-Moser: Ist Simone de Beauvoir tot? Kritische Bemerkungen zu einer Feministin (257-268); Elfriede Pöder: 'Weibliches' Vermögen: Ich-Konstruktionen - Subjekt-Positionen. Literaturwissenschaftliche Feminismen. Exemplarische Anwendungen auf den Bereich Lyrik (269-285); Sibylle Moser: Das Dilemma mit dem Selbst. Feministische Autobiographik aus der Sicht konstruktivistischer Theorieangebote (286-298); Andrea Oberhuber: Cette parole/écriture qui n'en est pas une: Weibliche Stimmen im Spiegel feministischer Fragestellungen seit '68 (299-317); Sieglinde Klettenhammer: Nach wie vor Alpträume von 'mörderischen' Verhältnissen? Schreibweisen österreichischer Autorinnen seit den 80er Jahren (318-341); Monika Jonas: Frauen und Literatur im Mittelalter (342-353).
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.27
Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Sieglinde Klettenhammer / Elfriede Pöder (Hrsg.): Das Geschlecht, das sich (un)eins ist? Innsbruck/Wien/München: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11035-das-geschlecht-das-sich-uneins-ist_13048, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 13048
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Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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