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/ 04.06.2013
Matthias Horx

Das Zukunfts-Manifest. Wie wir uns auf das 21. Jahrhundert vorbereiten können

Düsseldorf/München: Econ 1997; 336 S.; geb., 48,- DM; ISBN 3-430-14808-1
Horx beginnt mit einer Warnung: "In dem Buch kommen keine fliegenden Untertassen vom Himmel. Keine Supertechnologie wird erfunden, die alle Probleme löst, kein 'Neuer Mensch' führt uns in ein noch neueres Zeitalter" (10), und dennoch haftet dem Buch ein Hauch von Science Fiction an. Flotter Schreibstil, moderne Aufmachung, prägnante Überschriften und der fast gänzliche Verzicht auf Quellenangaben stehen im Widerspruch zum ernsthaften Anliegen des "Trendforschers", einen Gegenpol zum derzeitigen "deutsche[n] Katzenjammer" (67) zu bilden. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der aktuellen Situation am Ende des 20. Jahrhunderts versagt sich Horx jeglichem Zukunftspessimismus und stellt die vielfältigen Chancen, die die Globalisierung und das 21. Jahrhundert bieten können, heraus. Die Darstellung streift zahlreiche relevante Themenfelder vom Sozialstaat über die EU bis zum New Deal und deckt in diesem Zuge eine Reihe bedenkenswerter Zusammenhänge auf. Obwohl der Autor abschließend zu erklären versucht, warum er zum Optimisten geworden ist, bleibt es fraglich, ob sich alle Bedenken derart elegant zur Seite räumen lassen, wie hier geschehen. Seine Berechtigung behält das Buch umgekehrt jedoch angesichts des häufig ebenfalls einseitig präsentierten Zukunftspessimismus.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.22.232.35 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Matthias Horx: Das Zukunfts-Manifest. Düsseldorf/München: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3894-das-zukunfts-manifest_5544, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 5544 Rezension drucken
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