/ 04.06.2013
Jörg Kilian
Demokratische Sprache zwischen Tradition und Neuanfang. Am Beispiel des Grundrechte-Diskurses 1948/49
Tübingen: Max Niemeyer Verlag 1997 (Germanistische Linguistik 186); VIII, 410 S.; kart., 152,- DM; ISBN 3-484-31186-XAm Beispiel des Grundrechtsdiskurses im Parlamentarischen Rat fragt der Autor "nach der Ideologiehaftigkeit und der sprachgeschichtlichen Verortung der politischen Sprache nach 1945 vor dem historisch-politischen Hintergrund des Nachkriegsdeutschland zwischen Nationalsozialismus, Demokratiebegründung und Ost-West-Konflikt" (387). Das Ergebnis ist dabei wenig überraschend: Die politische Sprache vereint Elemente von Tradition und Neubeginn. Einen wichtigen Beitrag stellt die Arbeit gleichwohl insofern dar, als sie zeigt, wie sich die mittlerweile selbstverständlichen Komponenten einer politischen – und demokratischen – Sprache in dieser Zeit vor- und juristisch ausgeformt haben.
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.333 | 2.32 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Jörg Kilian: Demokratische Sprache zwischen Tradition und Neuanfang. Tübingen: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/4597-demokratische-sprache-zwischen-tradition-und-neuanfang_6446, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 6446
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Dr., Politikwissenschaftler.
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