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/ 17.06.2013
Susanne Grebner

Der Telegraf. Entstehung einer SPD-nahen Lizenzzeitung in Berlin 1946 bis 1950

Münster: Lit 2002 (Kommunikationsgeschichte 13); 472 S.; brosch., 30,90 €; ISBN 3-8258-4540-0
Kommunikationsgeschichtliche Diss. Münster; Gutachter: A. Kutsch. - Der "Telegraf" war in der Nachkriegszeit die größte Berliner Tageszeitung. Die Autorin will die Bedeutung dieses Blattes in Erinnerung rufen und den Einfluss der Alliierten auf die Berliner Presselandschaft untersuchen. Sie stützt sich dabei vor allem auf den Nachlass des Hauptlizenzträgers Arno Schmidt und auf die Akten der Control Commission for Germany. Grebner beschreibt nicht nur die Etablierung des Blattes, sondern auch die Versuche der lizenzgebenden britischen Besatzungsmacht, mit dem "Telegraf" den Einfluss der sowjetischen Militäradministration und der SED auf die Westsektoren zurückzudrängen. Im Ostsektor war das Blatt selbst zwar nicht verboten, wohl aber sein Verkauf.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3332.313 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Susanne Grebner: Der Telegraf. Münster: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15287-der-telegraf_17390, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17390 Rezension drucken
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