/ 05.06.2013
Katharina Vierlich-Jürcke
Der Wirtschafts- und Sozialausschuß der Europäischen Gemeinschaften
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1998 (Schriftenreihe Europäisches Recht, Politik und Wirtschaft 210); 339 S.; brosch., 89,- DM; ISBN 3-7890-5669-3Rechtswiss. Diss. FU Berlin; Gutachter: A. Randelzhofer, H. Lecheler. – Zwei Ziele verfolgt die Autorin: Einerseits will sie eine umfassende Darstellung der Struktur, Zusammensetzung, Arbeitsweise und Aufgaben der institutionalisierten Interessenvertretung in der Europäischen Union, des europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (WSA), aus juristischer Sicht bieten. Andererseits soll seine demokratietheoretische Bedeutung im europäischen Entscheidungsprozeß, sein Beitrag zur Schaffung demokratischer Strukturen in der EU beleuchtet werden. Vierlich-Jürckes Ergebnis lautet, daß es dem WSA gelingen kann, das EU-Entscheidungssystem demokratischer zu gestalten. "Er trägt zu deren sachlicher demokratischer Legitimation dadurch bei, daß er in besonderer Weise den Dialog zwischen Regierenden und Regierten fördert und jenen daher aufgibt, die diesen im Wirtschafts- und Sozialausschuß verliehene Stimme bei der Ermittlung des Gemeinwohls zu berücksichtigen. Den Regierten auf der anderen Seite ermöglicht sie durch die Offenheit des Beratungsprozesses eine bessere Kontrolle der Entscheidungsfindung." (311)
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.3
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Katharina Vierlich-Jürcke: Der Wirtschafts- und Sozialausschuß der Europäischen Gemeinschaften Baden-Baden: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7593-der-wirtschafts--und-sozialausschuss-der-europaeischen-gemeinschaften_10092, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 10092
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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