/ 03.06.2013
Christian Thywissen
Die Abfallwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1995 (Europäische Hochschulschriften: Reihe V, Volks- und Betriebswirtschaft 1765); 218 S.; brosch., 65,- DM; ISBN 3-631-48994-3Wirtschaftswiss. Diss. München; Gutachter: W. Wittmann und H. Bortis. - Bei der Studie handelt es sich um eine geraffte Gesamtdarstellung der bundesdeutschen Abfallpolitik für den Bereich des Hausmülls (der freilich, wie der Autor eingangs betont, nur einen kleinen Teil der Gesamtabfallmenge ausmacht). Zunächst wird in den ersten beiden Kapiteln - sehr weit ausholend - das programmatische und instrumentelle Bedingungsfeld der Umweltpolitik beschrieben, in das die Abfallwirtschaft eingebunden ist. Anschließend stellt der Autor die Entwicklung der Abfallpolitik im Bereich des Hausmülls dar, wobei er sich verschiedener Beurteilungskriterien bedient (Effektivität, Effizienz, Konformität mit Verursacher- und Vorsorgeprinzip, Durchsetzbarkeit, Praktikabiliät). Thywissen konstatiert seit etwa 1987 eine vorsichtige Wende der deutschen Abfallwirtschaft hin zur Vorsorgeorientierung unter Einbeziehung ökonomischer Anreizinstrumente. Die Neuordnung der Entsorgung weise in die richtige Richtung, wenngleich das dazu eingerichtete Duale System in seiner ökologischen und ökonomischen Effizienz durch die ihm zugrundeliegende Verpackungsverordnung deutlich eingeschränkt sei.
Frank Decker (FD)
Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
Rubrizierung: 2.341
Empfohlene Zitierweise: Frank Decker, Rezension zu: Christian Thywissen: Die Abfallwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland Frankfurt a. M. u. a.: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/804-die-abfallwirtschaft-in-der-bundesrepublik-deutschland_659, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 659
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Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
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