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/ 18.06.2013
Daniel Göler

Die neue europäische Verfassungsdebatte. Entwicklungsstand und Option für den Konvent

Bonn: Europa Union Verlag 2002 (Analysen zur europäischen Verfassungsdebatte der ASKO EUROPA-STIFTUNG und des Instituts für Europäische Politik 3); 138 S.; 14,50 €; ISBN 3-7713-0613-2
Bis Ende der Neunzigerjahre herrschte in der Frage nach der Finalität des europäischen Integrationsprozesses ein erstaunliches Schweigen. Zwar präsentierten Wissenschaftler und Politiker zahlreiche Entwürfe einer europäischen Verfassung, doch die Integration vollzog sich eher evolutionär, durch eine Europäisierung von immer mehr Politikbereichen. Erst der Vertrag von Nizza und die Erklärung von Laeken zur Zukunft der Europäischen Union haben mit der Einrichtung des Verfassungskonvents eine wirklich neue Debatte über die Ausgestaltung der EU nachhaltig in Gang gebracht. Dabei geht es dem Konvent unter dem Vorsitz von Giscard d'Estaing um eine sensible Weiterentwicklung bereits bestehender Verträge, um die EU für die Bürgerinnen und Bürger durchschaubarer zu machen. Gölers Studie gibt einen guten Überblick über die wesentlichen Grundzüge dieser Verfassungsdiskussion, beginnend mit der Humboldt-Rede Joschka Fischers bis hin zu den ersten Sitzungen des europäischen Verfassungskonvents. Inhaltsübersicht: 1. Die neue Reform- und Verfassungsdebatte; 2. Welche Verfassung braucht Europa?; 3. Reformprojekte der neuen Verfassungsdebatte; 4. Der Konvent als verfahrenstechnische Innovation.
Wilhelm Johann Siemers (SIE)
Dipl.-Politologe, Journalist, Redakteur der Sprachlernzeitschrift vitamin de, Florenz.
Rubrizierung: 3.2 Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Johann Siemers, Rezension zu: Daniel Göler: Die neue europäische Verfassungsdebatte. Bonn: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19462-die-neue-europaeische-verfassungsdebatte_22626, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22626 Rezension drucken
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