/ 04.06.2013
Rudolf Hrbek (Hrsg.)
Die Reform der Europäischen Union. Positionen und Perspektiven anläßlich der Regierungskonferenz
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1997 (Schriftenreihe des Arbeitskreises Europäische Integration e. V. 41); 394 S.; brosch., 88,- DM; ISBN 3-7890-4857-7In 32 Beiträgen wird eine Bestandsaufnahme der europäischen Integration anläßlich der Regierungskonferenz (Maastricht II) vorgenommen. Der Band gliedert sich in vier Abschnitte: Zunächst geht es - in Anlehnung an das Jahreskolloquium des Arbeitskreises Europäische Integration 1995 - um die Einschätzung der Regierungskonferenz aus Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. Die Länderanalysen im zweiten Teil sollen die jeweiligen nationalen Umstände beschreiben, d. h. "nationale Grundpositionen und spezifische Interessen, das innenpolitische Umfeld und der sich daraus ergebende Handlungsspielraum für die jeweiligen Regierungen, die Rezeption des Vertrags von Maastricht und, daraus abgeleitet, Reformvorstellungen für die Regierungskonferenz" (11). Im dritten Abschnitt werden prozedurale Aspekte und die Verhandlungsbesonderheiten sowie die zentralen Tagesordnungspunkte dargestellt. Im letzten Part, in der Gliederung nicht ausdrücklich als vierter Teil, sondern unter III. aufgeführt, "('Agenda 2000') geht es um Themen, die zwar nicht auf der offiziellen Tagesordnung der Regierungskonferenz stehen, wohl aber auf der 'Hidden Agenda' und die insofern große Bedeutung für das Ergebnis der Reformbemühungen haben dürften" (11). Konzipiert ist der Band als "wissenschaftlich fundierte Handreichung" (11) für Interessierte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Verwaltung; er soll sowohl der Forschung und Lehre als auch der öffentlichen Diskussion dienen.
Inhalt: I. Die Regierungskonferenz aus wissenschaftlicher Sicht: Wilfried Loth: Vertiefung in der Erweiterung? Die Regierungskonferenz in historischer Perspektive (13-15); Michael Kreile: Integrationspolitische Rahmenbedingungen der Regierungskonferenz. Eine politikwissenschaftliche Skizze (17-21); Manfred Zuleeg: Die Regierungskonferenz aus juristischer Sicht (23-30); Wim Kösters: Die Regierungskonferenz aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht (31-36). II. Länderanalysen: Christian Franck: La Belgique (37-50); Annegrethe Rasmussen / Christian Thune: Dänemark (51-58); Melanie Piepenschneider: Deutschland (59-68); Timo Kivimäki: Finnland (69-75); Andrea Szukala: Frankreich (77-88); Heinz-Jürgen Axt: Griechenland (89-94); Helen Wallace: Great Britain (95-102); Brigid Laffan: Ireland (103-112); Gioia Scappucci: Italy (113-121); Wichard Woyke: Luxemburg (123-130); Menno Wolters: The Netherlands (131-135); Heinrich Schneider: Österreich (137-155); Bo Huldt: Schweden (157-168); Esther Barbé: Spain (169-174). III. Spezifische Aspekte der Regierungskonferenz: Otto Schmuck: Prozedurale Aspekte der Regierungskonferenz 1996/97 und Erfahrungen aus früheren Verhandlungen (175-186); Paul W. Thurner: Nationale öffentliche Meinungen und internationale Verhandlungssysteme. Die Regierungskonferenz 1996 (187-201); Jörg Monar: Die Unionsbürgerschaft als konstitutives Element des Unionssystems (203-217); Melanie Piepenschneider: Spezifische Aspekte der Regierungskonferenz: Institutionelle Reform (219-232); Hans-Wolfgang Platzer: Beschäftigungspolitik als Herausforderung und Aufgabe der EU. Perspektiven der Regierungskonferenz (233-240); Jörg Monar: Die Bereiche Inneres und Justiz im Prozeß der Integration (241-252); Elfriede Regelsberger: Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) (253-262); Henry Krägenau / Wolfgang Wetter: Regierungskonferenz und WWU (263-279); Rolf Caesar: Haushalts- und Finanzwirtschaft (281-298); Heinz Kramer: Erweiterung: Auf dem Weg zu einer EU-27 (299-308); Winfried von Urff: Reform der Agrarpolitik (309-319); Fritz Franzmeyer / Christian Weise: Agenda 2000: Strukturfonds - Künftige Aufgaben und Reformbedarf (321-329); Mathias Jopp: Die außen- und sicherheitspolitische Identität Europas mit der Perspektive einer gemeinsamen Verteidigungspolitik (331-343); Wolfgang Wessels / Birke Jantz: Flexibilisierung: Die Europäische Union vor einer neuen Grundsatzdebatte? Grundmodelle unter der Lupe (345-368). IV. Anhang.
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.2 | 3.1 | 3.7
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Rudolf Hrbek (Hrsg.): Die Reform der Europäischen Union. Baden-Baden: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5044-die-reform-der-europaeischen-union_6644, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 6644
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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