/ 17.06.2013
Rudolf Hickel
Die Risikospirale. Was bleibt von der New Economy?
Frankfurt a. M.: Eichborn 2001; 191 S.; geb., 19,90 €; ISBN 3-8218-3903-1Nach dem sagenhaften Boom der IT-Branche, der mit atemberaubenden Umsatzprognosen und Kursentwicklungen einherging, folgte der unvermeidliche - ebenso brutale wie schnelle - Zusammenbruch. Werthalbierungen innerhalb kürzester Zeit waren keine Seltenheit, Massenentlassungen von vorher händeringend gesuchtem Personal die Folge. Nun ist der Katzenjammer groß, doch der durch die Unternehmen der New Economy begonnene Strukturwandel steht erst am Anfang. Das fundierte, leicht lesbare und gut verständliche populäre Sachbuch analysiert diese Veränderungen der Wirtschaft und beschreibt die damit verbundenen teils neuen teils neuen alten Risiken. Dabei macht der Autor deutlich, dass die während der Boomzeit als überflüssig betrachteten Regelwerke und Schutzbestimmungen keineswegs überholt sind. Vielmehr plädiert er nachdrücklich für international verbindliche Mindeststandards und Kontrollmechanismen, die der neuen Situation angepasst sind und zugleich eine humanere Umstrukturierung der Wirtschaft erlauben.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.342
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Rudolf Hickel: Die Risikospirale. Frankfurt a. M.: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16111-die-risikospirale_18463, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 18463
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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