/ 17.06.2013
Thomas Schuster
Europäische oder dezentrale Sozialpolitik? Der Einfluß internationaler Nachfrage- und Präferenzunterschiede
Berlin: Duncker & Humblot 2001 (Sozialpolitische Schriften 84); 231 S.; 64,- €; ISBN 3-428-10496-XWirtschaftswiss. Diss. Mannheim; Gutachter: R. Vaube, U. Pappi. - Bereits jetzt gibt es zahlreiche europäische Richtlinien und Verordnungen, die das nationale Sozialrecht der Mitgliedsländer beeinflussen. Nicht immer erscheint es sinnvoll, Angebote sozialer Güter auf EU-Ebene bereitzustellen - unterschiedliche Präferenzen der Bürger können in diesem Fall zu Ineffizienzen führen, sodass eine Angebotserstellung auf niedrigeren institutionellen Ebenen (lokal, regional, national) sinnvoll ist. Die Arbeit prüft anhand ausgewählter Beispiele (Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Mutterschaftsgeld und -urlaub), "ob und inwieweit es sinnvoll ist, daß die Europäische Union sozialpolitische Güter anbietet" (17). Zudem sollen die Nachfrage nach sozialpolitischen Angeboten theoretisch erklärt und insbesondere die diese bestimmenden Faktoren herausgearbeitet werden, sodass eine Übertragung auf andere sozialpolitische Güter möglich wird. Für den empirischen Teil wurden sowohl Sekundäranalysen als auch eigene Erhebungen in fünf europäischen Ländern durchgeführt.
Aus dem Inhalt: C. Nachfrage nach Sozialpolitik; D. Das Angebot an Sozialpolitik; E. Die Nachfrage nach Zentralisierung der Sozialpolitik.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.262 | 3.5
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Thomas Schuster: Europäische oder dezentrale Sozialpolitik? Berlin: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16105-europaeische-oder-dezentrale-sozialpolitik_18457, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 18457
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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