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/ 22.06.2013
Maria Decheva

Europäisierung des bulgarischen Verfassungsrechts infolge des EU-Beitritts. Eine Untersuchung im Lichte der deutschen Erfahrungen

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2010 (Universitätsschriften: Recht 663); 306 S.; 72,- €; ISBN 978-3-8329-5129-0
Rechtswiss. Diss. HU Berlin; Gutachter: U. Battis, C. Tomuschat. – Wenn Decheva von Europäisierung spricht, dann bezieht sie sich stets auf die „indirekte“ (24) Europäisierung. Damit bezeichnet sie den gesamten Prozess der Rechtstransformation, die ein Nationalstaat im Hinblick auf den Beitritt zur Europäischen Union erfährt. Auf diese rechtliche Europäisierung konzentriert sie sich, wenn sie die Europäisierung des bulgarischen Verfassungsrechts untersucht. Dabei prägt sie den Begriff von der „speziellen beitrittsbezogenen Europäisierung“ (25). Im Zusammenhang mit dem Beitritt zur Europäischen Union wurde die Verfassung im Zeitraum zwischen 2003 und 2007 mehrfach geändert. Die Autorin beschreibt diese Entwicklung der bulgarischen Verfassungsordnung sowie ihre Entstehungsgeschichte und stellt die Verfassungsänderungen systematisch, d. h. nach Themenbereichen dar. Insbesondere die Protokolle der bulgarischen Verfassungsausschüsse und die Berichte der Europäischen Kommission werden berücksichtigt. Bei der Interpretation der bulgarischen Rechtsvorschriften übernimmt Decheva die Auslegungsmethoden und die Terminologie der deutschen Verfassungsrechtswissenschaft.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.612.213.7 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Maria Decheva: Europäisierung des bulgarischen Verfassungsrechts infolge des EU-Beitritts. Baden-Baden: 2010, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/32316-europaeisierung-des-bulgarischen-verfassungsrechts-infolge-des-eu-beitritts_38562, veröffentlicht am 19.07.2010. Buch-Nr.: 38562 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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