/ 21.06.2013
Eckhard Hein / Jan Priewe / Achim Truger (Hrsg.)
European Integration in Crisis
Marburg: Metropolis-Verlag 2007; 355 S.; 29,80 €; ISBN 978-3-89518-610-3Die Beiträge dieses Sammelbandes eint eine gemeinsame Sichtweise auf die europäische Integration: Die ökonomische Integration der EU (und damit das gesamte Projekt der Einigung) befinde sich in einer strukturellen Krise, die auf das Maastrichter Regime der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik zurückgeführt werden könne. Diese zeichne sich durch eine einseitige Fixierung auf die Preisstabilität, eine fiskalpolitische Zurückhaltung und die Dominanz neoliberaler Muster bei der Reform der Sozialversicherungssysteme und der Arbeitsmärkte aus. Insbesondere die Erweiterung habe die Heterogenität und den Wettbewerbsdruck innerhalb der EU entscheidend verschärft. Vor diesem Hintergrund analysieren Autoren des Forschungsnetzwerkes „Alternative Konzeptionen der makroökonomischen Politik“ ausgewählte Aspekte der europäischen Wirtschaftspolitik in theoretischer und empirischer Hinsicht. Das Maastrichter Regime berge aufgrund seiner Widersprüche große Risiken, die nicht auf den wirtschaftlichen Sektor beschränkt bleiben werden, so ein Fazit, sondern auch auf das politische Projekt übergreifen.
Wilhelm Knelangen (WK)
Dr., wiss. Ass., Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
Rubrizierung: 3.2 | 3.5
Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Knelangen, Rezension zu: Eckhard Hein / Jan Priewe / Achim Truger (Hrsg.): European Integration in Crisis Marburg: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28652-european-integration-in-crisis_33774, veröffentlicht am 24.06.2008.
Buch-Nr.: 33774
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Dr., wiss. Ass., Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
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