/ 20.06.2013
Matthias Freise
Externe Demokratieförderung in postsozialistischen Transformationsstaaten
Münster: Lit 2004 (Schriftenreihe der Stipendiatinnen und Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung 27); 298 S.; brosch., 24,90 €; ISBN 3-8258-8131-8Diss. Münster; Gutachterin: A. Zimmer. – Im Zentrum der Arbeit steht die Analyse der Strategien externer Akteure bei der Entwicklung einer Zivilgesellschaft in Tschechien. Beantwortet wird dabei auch die Frage nach den normativen Wertvorstellungen und Zielen ihrer Arbeit. Dadurch erhofft sich der Autor einen Beitrag zur verbesserten Koordination der Fördereinrichtungen, die in den postsozialistischen Ländern aktiv sind. Dabei stützt sich Freise nicht zuletzt auch auf Interviews mit 45 Mitarbeitern und Leitern U.S.-amerikanischer und europäischer Organisationen, von denen er unter anderem die bekannten deutschen politischen Stiftungen, vielseitig engagierte Stiftungen wie die Ford Foundation, der German Marshall Fund of the United States und die Robert Bosch Stiftung, aber auch die staatlichen Förderorganisationen des U.S.-Entwicklungshilfeministeriums und des deutschen Goethe-Instituts sowie ein kleinere Anzahl tschechischer Stiftungen auswählte. In seinem Resümee stellt Freise fest, dass sich die Demokratisierungsanstrengungen externer Akteure nur wenig an den Entwicklungen im Empfängerland sondern mehr oder minder stark an den Vorbildern in den jeweiligen Herkunftsländern orientieren bzw. in ihrer Arbeit deren außenpolitischen Kalküls Rechnung tragen.
Lars Berger (LB)
Dr., Lecturer in Middle Eastern Politics and History, University of Salford.
Rubrizierung: 2.61 | 2.2 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Lars Berger, Rezension zu: Matthias Freise: Externe Demokratieförderung in postsozialistischen Transformationsstaaten Münster: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25701-externe-demokratiefoerderung-in-postsozialistischen-transformationsstaaten_29822, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29822
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Dr., Lecturer in Middle Eastern Politics and History, University of Salford.
CC-BY-NC-SA