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/ 17.06.2013
Lothar Albertin / Wolfgang Asholt / Hans Manfred Bock / Marieluise Christadler / Adolf Kimmel / Ingo Kolboom / Robert Picht / Henrik Uterwedde (Hrsg.)

Frankreich-Jahrbuch 2001. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Geschichte, Kultur

Opladen: Leske + Budrich 2001; 302 S.; 18,41 €; ISBN 3-8100-3240-9
Das seit 1988 erscheinende Frankreich-Jahrbuch versteht sich als Beitrag der Wissenschaft zur Vermittlung fundierter Frankreichkenntnis für eine größere Öffentlichkeit. Gleichzeitig ist es als interdisziplinärer Sammelband von Spezialstudien angelegt. Angesichts der jüngst aufgedeckten Verstrickungen des französischen Staatspräsidenten Chirac in (vor seiner Amtszeit liegende) Justizskandale gewinnt der Themenschwerpunkt dieser Ausgabe des Jahrbuches eine besondere Aktualität: Deutsche und französische Autoren nehmen das oftmals prekäre Verhältnis von Recht und Politik ins Visier. Drei Einzelbeiträge und ein umfangreicher Dokumentationsteil schließen den Band ab. Letzterer enthält eine ausführliche Jahreschronik (Juli 2000 bis Juni 2001), eine Zusammenstellung wichtiger aktueller sozioökonomischer Basisdaten, die Dokumentation der Ergebnisse der Kommunalwahlen vom März 2001 sowie eine Übersicht über deutschsprachige Neuerscheinungen zu Frankreich/index.php?option=com_content&view=article&id=41317. Inhalt: Joachim Schild: Frankreich im Vorwahlkampf (9-29). Themenschwerpunkt: Recht in Politik und Gesellschaft Frankreichs: Elisabeth Bokelmann: Justiz zwischen Krise und Triumph (33-50); Adolf Kimmel: Von der Jakobinischen Republik zur rechtsstaatlichen Demokratie (51-63); Hartmut Aden: Der Etat de droit der V. französischen Republik und seine Begrenzung durch große exekutive Handlungsspielräume (65-79); Armel Le Divellec: Die Vereinnahmung des Rechts durch die Politik (81-96); Wolfram Vogel: Der Conseil constitutionnel zwischen Recht und Politik (97-110); Elisabeth Bokelmann: Die Richterschaft in der Fünften Republik: Aufbruch und Emanzipation? (111-120); Dominique Monjardet: Die Rolle der Polizei im Rechtsstaat. Das Beispiel Frankreich (121-136); Heike Jung: Die Reform des französischen Strafrechtsverfahrens (137-150); Thomas Würtenberger: Konvergenz oder Dominanz nationaler Rechtstraditionen in Deutschland und Frankreich? (151-170). Beiträge: Anne Neuschäfer: "Gerechtigkeit ist mein Begehr" - Herrschaft und Recht in den Aufführungen des Théâtre du Soleil (173-188); Dietmar Fricke: "Morde zum Gedächtnis" Didier Daeninckx' Schreiben gegen Vergessen und Verdrängen. Gesprächsaufzeichnungen mit dem Autor (189-206); Martin Schieder: Von Picasso bis Fautier. Französische Malerei in Deutschland nach 1945 (207-225). Rezensionen: Hartmut Kaelble: Zeit der Divergenzen. Die französische und die deutsche Gesellschaft 1918-1933. Ein Bericht über vergleichende Forschung (229-249).
Stefan Gänzle (GÄ)
Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.61 Empfohlene Zitierweise: Stefan Gänzle, Rezension zu: Lothar Albertin / Wolfgang Asholt / Hans Manfred Bock / Marieluise Christadler / Adolf Kimmel / Ingo Kolboom / Robert Picht / Henrik Uterwedde (Hrsg.): Frankreich-Jahrbuch 2001. Opladen: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15621-frankreich-jahrbuch-2001_17812, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17812 Rezension drucken
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