/ 20.06.2013
Christoph Möllers
Gewaltengliederung. Legitimation und Dogmatik im nationalen und internationalen Rechtsvergleich
Tübingen: Mohr Siebeck 2005; XXII, 515 S.; Ln., 104,- €; ISBN 3-16-148670-6Der Begriff der Gewaltenteilung gehört zu den Schlüsselbegriffen der politischen Theorie und des modernen Verfassungsrechts. Er wird allerdings in der wissenschaftlichen Diskussion nicht einheitlich verwendet. Es konkurrieren unterschiedliche oder sogar widersprüchliche Interpretationen, die einen systematischen Zugriff auf das Thema erschweren. Möllers präsentiert einen legitimationstheoretischen Zugriff auf das Prinzip der Gewaltenteilung und zeigt rechtsvergleichend anhand von Fallstudien aus dem Bereich des nationalen, supranationalen und internationalen Rechts, wie die Aufgliederung und das Zusammenspiel der Gewalten in staatlichen beziehungsweise überstaatlichen politischen Entitäten organisiert sind. Er gelangt zu dem Fazit, dass die Aktualität des gesamten Problemkomplexes Gewaltengliederung nicht mit der Modernität des Verfassungsstaates endet: „Solange sich die Internationalisierung des Rechts als eine von Rechtssubjekten gewollte Entwicklung verstehen läßt, die die Ausübung von Freiheit ermöglichen oder verbessern soll, behält auch die Idee der Gewaltengliederung ihren normativen Wert“ (447).
Jörn Ketelhut (JK)
Dr., Dipl.-Politikwissenschaftler, wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.32 | 2.21 | 3.2 | 5.41
Empfohlene Zitierweise: Jörn Ketelhut, Rezension zu: Christoph Möllers: Gewaltengliederung. Tübingen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24435-gewaltengliederung_28210, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28210
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Dr., Dipl.-Politikwissenschaftler, wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
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