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/ 17.06.2013
Irene Preisinger

Information zwischen Interpretation und Kritik. Das Berufsverständnis politischer Journalisten in Frankreich und Deutschland

Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2002; 284 S.; brosch., 28,90 €; ISBN 3-531-13768-9
Medien sind eine Grundlage für das Funktionieren moderner Demokratien; Journalistinnen und Journalisten haben daher eine wichtige politische Funktion. Ihr Selbstverständnis und ihre Auffassung von ihrer Berufsrolle haben einen wesentlichen Einfluss auf die Inhalte und die Gestaltung massenmedialer Kommunikation. Die medienwissenschaftliche Studie vergleicht das Selbstverständnis politischer Journalistinnen und Journalisten führender Printmedien in Frankreich und Deutschland. Vorangestellt wurde ein Überblick über das unterschiedliche gesellschaftliche Medienverständnis sowie die Medienlandschaften und -systeme beider Länder. Grundlage des empirischen Teils sind über 60 leitfadengestützte Interviews mit Journalisten sowie 45 Expertengespräche mit Wissenschaftlern, Politikern, Ausbildern und anderen Fachleuten. Dabei gibt es - so ein Ergebnis der Studie - grundsätzliche Übereinstimmungen in den Rollenbildern der Journalistinnen und Journalisten: beispielsweise heißt in beiden Ländern "Informieren: Interpretieren, Kritisieren und Kontrollieren" (237), wenngleich diese Aufgaben durchaus unterschiedlich akzentuiert werden und Franzosen eher die Kritik-, Deutsche dagegen eher die Interpretationsleistung betonen.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.612.222.333 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Irene Preisinger: Information zwischen Interpretation und Kritik. Wiesbaden: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16420-information-zwischen-interpretation-und-kritik_18853, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18853 Rezension drucken
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