/ 11.06.2013
Gregor Brüggelambert
Institutionen als Informationsträger: Erfahrungen mit Wahlbörsen
Marburg: Metropolis-Verlag 1999 (Institutionelle und Evolutorische Ökonomik 8); 361 S.; 68,- DM; ISBN 3-89518-234-6Wirtschaftswiss. Diss. Essen; Gutachter: K. Kraft, W. Assenmacher. - Der Autor untersucht unter Einsatz (mathematisch-)ökonomischer Methoden den Informations- und Entscheidungsprozess von Wahlbörsen. Diese bezeichnet er als "experimentelle Börsen, an denen Teilnehmer mit realem Geld Aktien kaufen können, die auf politische Parteien gezeichnet sind" (7). Während Wahlbörsen in US-amerikanischen Wahlen überwiegend bessere Prognosen leisteten als Meinungsumfragen, zeigen die Erfahrungen in Deutschland, dass sich die amerikanischen Erkenntnisse "nur bedingt auf deutsche Wahlbörsen" (8) übertragen lassen. Dies veranlasst den Autor, einen alternativen Erklärungsansatz auszuarbeiten. Nach seiner Meinung resultieren aus den institutionellen Unterschieden der Länder Unterschiede in der Effizienz der Märkte.
Inhaltsübersicht: Wahlbörsen-Revue; Zum Rationalitätsgrad der Entscheider; Marktverhalten und Markteffizienz; Institutionen als Informationsträger; Umfragen als Informationsträger; Marktsignale als Informationsträger.
Detlef Lemke (Le)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.22 | 2.332 | 5.45
Empfohlene Zitierweise: Detlef Lemke, Rezension zu: Gregor Brüggelambert: Institutionen als Informationsträger: Erfahrungen mit Wahlbörsen Marburg: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11312-institutionen-als-informationstraeger-erfahrungen-mit-wahlboersen_13403, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 13403
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Dipl.-Politologe.
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