/ 11.06.2013
Micha Brumlik
Kein Weg als Deutscher und Jude. Eine bundesrepublikanische Erfahrung
München: Luchterhand 1996; 207 S.; geb., 32,- DM; ISBN 3-630-87985-3Nicht viele Menschen schreiben mit 53 Jahren ihre Lebenserinnerungen. Hinter dieser Literaturgattung verbirgt sich auch eher eine politisch-kulturelle Geschichtsschreibung der Bundesrepublik seit 1945. Aus seiner Perspektive als Deutscher und Jude setzt sich Brumlik mit den definierenden Ereignissen seines Lebens wie auch der Geschichte der Bundesrepublik auseinander. Daraus ergibt sich ein Stimmungsbild der deutschen Geschichte, von dem man zwar keine systematische Geschlossenheit oder umfassende Behandlung erwarten kann, das aber episodenhaft und kursorisch einen lebendigen Eindruck von der politischen Kultur der Bundesrepublik und dem Selbstverständnis eines Juden in Deutschland gibt.
Inhalt: Obschon ...; Chanukkamännchen und Heidi: Kindheitserinnerungen; Lehrjahre eines Zionisten: Aufwachsen in Deutschland; Alyah: Der Aufstieg in die Fremde; Befreiungsversuche: Revolution und transzendentales Subjekt; Heimatlos in Deutschland: Linksjüdische Widersprüche; Antizionismus: Moralischer Hochmut oder Judenhaß?; Juden auf offener Bühne: Anti-Antisemitismus; Fortwirkendes Deutschland: Sinti und Pazifisten.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.35 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Micha Brumlik: Kein Weg als Deutscher und Jude. München: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10983-kein-weg-als-deutscher-und-jude_12986, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12986
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Dr., Politikwissenschaftler.
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