/ 03.06.2013
Lüder Gerken / Andreas Renner
Nachhaltigkeit durch Wettbewerb
Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1996 (Wirtschaftswissenschaftliche und wirtschaftsrechtliche Untersuchungen 35); X, 149 S.; brosch., 64,- DM; ISBN 3-16-146672-1Der Begriff der Nachhaltigkeit wird im Rahmen der umweltpolitischen Diskussion häufig im Munde geführt, ohne daß immer klar wäre, was darunter im einzelnen zu verstehen ist. Im ersten Teil des Buches werden - in einer verdienstvollen Übersicht - die wichtigsten Konzepte von Nachhaltigkeit vorgestellt und nach zentralen Merkmalen typisiert. Der zweite Teil behandelt die dominanten Theorien der heutigen Umweltökonomik, als da sind: die traditionelle Neoklassik, der evolutorische Ansatz und die ökologische Ökonomie, und prüft die Vereinbarkeit von Nachhaltigkeitspolitik mit der marktwirtschaftlichen Ordnung, wobei als Referenzsystem die ordnungsökonomischen Modelle Euckens und Hayeks sowie die Ökonomische Theorie der Politik herangezogen werden. Im abschließenden dritten Teil bemühen sich die Autoren um eine Widerlegung der oft gehörten These, daß Wettbewerbsstrukturen und ökologische Belange in unauflöslichem Widerspruch zueinander stünden. Sowohl der politische Macht- und Ideen- als auch der marktwirtschaftliche Ordnungswettbewerb tragen durch ihre Entdeckungsleistungen dazu bei, daß die Gesellschaftsordnung sich gemäß den Präferenzen der Bürger auf eine nachhaltige Entwicklung ausrichten könne.
Frank Decker (FD)
Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
Rubrizierung: 2.261 | 2.22 | 2.21
Empfohlene Zitierweise: Frank Decker, Rezension zu: Lüder Gerken / Andreas Renner: Nachhaltigkeit durch Wettbewerb Tübingen: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3132-nachhaltigkeit-durch-wettbewerb_4115, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4115
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Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
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