/ 04.06.2013
Bernhard Nacke (Hrsg.)
Sozialwort der Kirchen in der Diskussion. Argumente aus Parteien, Verbänden und Wissenschaft
Würzburg: Echter 1997 (Christentum und Gesellschaft. Perspektiven für das 21. Jahrhundert 1); 458 S.; 49,- DM; ISBN 3-429-01965-6Die Reihe "Christentum und Gesellschaft" hat es sich zum Ziel gesetzt, "an der Schwelle des 21. Jahrhunderts [...] kritische Rückschau und mutige Zukunftsperspektiven" (9) für die grundlegenden Fragen der Gestaltung unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Der hier vorliegende erste Band stellt das im Februar 1997 von der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland vorgelegte "Gemeinsame Sozialwort der Kirchen" in den Mittelpunkt. Das breite Spektrum der Diskussionsbeiträge aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kirche soll einen Anstoß zur weiteren Diskussion einer Vielzahl von gesellschaftlich drängenden Fragen und Themen geben.
Aus dem Inhalt: Bernhard Nacke: Die Diskussion des Sozialwortes als Aufforderung zu einer neuen Verantwortung. Eine Einführung (15-44). 1. Stellungnahmen und Weiterführungen aus Parteien und Bundesländern: Heiner Geißler: Kompaß für die Zukunft: Das Christliche Menschenbild (47-56); Edmund Stoiber: Eine erste Beurteilung des Sozialworts aus der Sicht des Freistaates Bayern (57-67); Wolfgang Thierse: Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Sozialstaat (68-72); Kurt Beck: Der lange Kampf um die Zukunft der Arbeitsgesellschaft. Anmerkungen zum Gemeinsamen Wort der Kirchen aus rheinland-pfälzischer Sicht (73-85); Günter Rexrodt: Liberale Positionen (86-99); Michaele Hustedt / Ali Schmidt: Wettbewerb und Endlichkeit (100-109). 2. Stellungnahmen von Gewerkschaften und Arbeitgebern: Dieter Hundt: Die Zukunftsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft sichern. Zum Gemeinsamen Wort der Kirchen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland (113-125); Hans-Olaf Henkel: Wir haben nicht das Soziale, wir haben den Markt vernachlässigt! (126-136); Klaus Zwickel: Eine ordnungspolitische Stellungnahme (137-147); Regina Görner: Gewerkschaftliche Überlegungen und Weiterführungen zum Sozialwort der Kirchen (148-157). 3. Stellungnahme aus katholischen Organisationen: Michael Hanke: Zukunft des Sozialsystems (161-172); Werner Then: Die neue Herausforderung: Eigenverantwortung (173-190); Mechthild Hartmann / Michael Schäfers / Joachim Zimmermann: Geschichte und Ergebnis: Konsultationsprozeß und Sozialwort der Kirchen aus Sicht der KAB (191-208); Rolf Schumacher: Das Gemeinsame Wort nicht totloben, sondern eine neue Grundwertedebatte entfachen (209-222); Bernhard Jans: Zukunft gestalten - Konsequenzen für die Familienpolitik (223-237); Gertrud Casel: Frauenpolitik im Sozialwort (238-245); Hellmut Puschmann: Wege der Armutsbekämpfung (246-260). 4. Christentum und Gesellschaft: Hermann-Josef Arentz: Sozialpolitisches Handeln aus christlich-sozialer Verantwortung (272-280); Josef Senft: Subsidiarität: Vorfahrt für Eigenverantwortung und Schlüssel zur Zivilgesellschaft - Das Prinzip "von unten" im Sozialwort (281-302); Bernhard Sutor: Zwischen Konflikt und Konsens - Politisch-ethische Überlegungen zum Gemeinsamen Wort der Kirchen (303-316); André Habisch: Das "Gemeinsame Wort der Kirchen" als Dokument christlicher Wirtschaftsethik (317-332); Wolfgang Gernert: Umbau der Sozialverwaltung - Ein Auftrag aus dem Sozialwort? (341-352); Jürgen Zerche: Zu einigen gesundheitspolitischen Implikationen des Sozialwortes der Kirchen (353-362); Gerhard Kruip: Deutschland vor den Herausforderungen der Globalisierung (363-380). 5. Kirche konkret.
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.35 | 2.342 | 2.331 | 2.3
Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Bernhard Nacke (Hrsg.): Sozialwort der Kirchen in der Diskussion. Würzburg: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5228-sozialwort-der-kirchen-in-der-diskussion_6868, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 6868
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Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
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